BRICS nations to pressure West over imbalances


New Delhi:  The BRICS group of emerging market nations will look at ways of pressuring the West to redress global economic imbalances amid growing frustration at the pace of change in institutions such as the IMF at a meeting in Delhi today.

Brazil's Trade and Industry Minister Fernando Pimentel told Reuters that his country hopes for a summit communique denouncing what it sees as unfair monetary policies by Europe and the United States.

Other trade ministers from the BRICS group - Brazil, Russia, India, China and South Africa - struck a defiant tone, saying they are not bound by unilateral sanctions against Iran.

The five nations, who collectively account for nearly half the world's population and a fifth of economic output, are expected to announce steps to bring their economies closer together, including linking their stock exchanges and plans for a joint development fund in the mould of the World Bank.

"We would look to see promises of reforms at multilateral institutions like the World Bank and IMF getting translated into action," a senior Indian official with knowledge of the matter said, adding that India would consult with other BRICS countries during the summit.

The group is often criticised for being too diverse to be effective, but Jim O'Neill, the Goldman Sachs economist who coined the acronym in 2001, said the very fact they meet is a message to the world.

"It is a very powerful reminder to the G7 and the Western powers that they need to get their act together in giving up more space and room in the G20, IMF and World Bank. It serves a really good purpose in that sense," said O'Neill.

India and Brazil have for years been angling for permanent seats on the UN Security Council, while promised changes to give the emerging powers greater voting rights at the International Monetary Fund ha v e yet to be ratified by the United States.

The BRICS group has so far not come out in support of any of the three candidates hoping to replace US official Robert Zoellick at the head of the World Bank - possibly reflecting fatigue with what they see as resistance to change in multilateral bodies.

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Brics bringen Weltordnung ins Wanken

Von Markus Gärtner

Mächtige Schwellenländer: Was die Brics-Staaten in die Waagschale werfen
AFP

Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika starten mit ihrem heutigen Gipfel einen weiteren Angriff auf die etablierte Weltordnung. Der Anfang ist bescheiden, aber die Wucht der Entwicklung kann das vorherrschende System ins Wanken bringen.

Vancouver - Der Konjunkturmotor in den Brics-Ländern Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika stottert. Sie haben sich in den vergangenen Monaten vom Zugpferd zum Sorgenkind der globalen Konjuntur entwickelt, wenn man von Europa einmal absieht.

Doch auf ihrem vierten Gruppen-Gipfel heute in der indischen Hauptstadt Neu-Delhi zurren sie den Rahmen für die erste globale Organisation außerhalb des Westens, die nicht nur ökonomisch ein Schwergewicht werden könnte. Die Brics wollen eine gemeinsame Entwicklungsbank starten, die grenzübergreifend große Projekte fördern kann.

Sie wollen außerdem mit der Vernetzung ihrer jungen, aber rasant wachsenden Kapitalmärkte beginnen, indem sie wichtige Aktienindizes gegenseitig listen und darauf Derivate in der jeweiligen Landeswährung ausgeben. Das kann wichtiges Kapital binden, das der Entwicklung der eigenen Finanzmärkte dient und nicht in den Westen abfließt.

Die Brics wollen auch einen Vorstoß von China realisieren: Es geht um die Vergabe von Krediten in der chinesischen Landeswährung Renminbi (Yuan) an die übrigen Gruppenmitglieder. Dies ist einer der zentralen Schritte, die China beim Aufbau seiner Währung - zuerst zu einer weit verbreiteten Handelswährung und dann zu einer Reservewährung - plant. Zahlreiche indische Firmen treiben bereits Projekte in China mit Yuan-Krediten voran.

Finanzkrise liefert Steilvorlage für Verschiebung der globalen Gewichte

Die Gruppierung ist jung, sie hat keinesfalls so stark überlappende Interessen, wie es von außen manchmal erscheint. Und sie muss erst einmal gemeinsame Institutionen entwickeln und außenpolitische Ziele formulieren, bevor sie über ihre Grenzen hinaus auf der globalen Bühne Gewicht bekommen kann.

Doch die Brics machen sich entschieden dazu auf, aus der Steilvorlage, die ihnen die Finanzkrise lieferte - eine beschleunigte Verschiebung der globalen Gewichte - einen gemeinsamen Nutzen zu ziehen. Der Anfang ist bescheiden, aber die Wucht der Entwicklung kann die Weltordnung verändern.

So addiert sich der Außenhandel zwischen den fünf Brics derzeit auf 230 Milliarden Dollar. Das ist nur ein Sechstel der deutschen Exporte, die 2011 erstmals die Marke von einer Billion Euro überwanden. Und während der Welthandel im Sog von Finanzkrise und großer Rezession ab 2009 einen empfindlichen Rückschlag erlitt, wuchs der Handel zwischen den Brics um 28 Prozent pro Jahr.

 

Quelle: http://www.manager-magazin.de/politik/weltwirtschaft

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